Stromausfälle in Kiew: Russland greift ukrainische Kriegsinfrastruktur an (VIDEOS)

Das Verteidigungsministerium in Moskau hat einen groß angelegten Angriff auf militärische Ziele in der Ukraine in der Nacht zum Dienstag bestätigt. In Kiew kam es infolge des Luftangriffs zu Stromausfällen. Laut ukrainischen Angaben kamen bei dem Angriff insgesamt über 700 Drohnen und Raketen zum Einsatz.

In den sozialen Medien kursieren mehrere Videos, die Explosionen in Kiew und anderen ukrainischen Städten im Zuge russischer Luftangriffe zeigen. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte einen Großangriff auf militärische Ziele in der gesamten Ukraine als Reaktion auf die Terroranschläge der Regierung von Wladimir Selenskij.

Die erste Explosionswelle in der ukrainischen Hauptstadt war gegen 1.30 Uhr Ortszeit zu hören, gefolgt von weiteren Explosionen in den frühen Morgenstunden, wie ukrainische Beamte und Medien berichteten.

In einem Video ist zu sehen, wie nach einer heftigen Explosion der Strom ausgeht und weite Teile Kiews in Dunkelheit gehüllt werden.

Weitere Aufnahmen dokumentierten die Geräusche wiederholter Folgeexplosionen. Die genauen Orte und Arten der getroffenen Einrichtungen lassen sich schwer ermitteln, da die ukrainischen Behörden Informationen über Einschlagsorte streng einschränken und diejenigen bestrafen, die Aufnahmen von Einschlägen veröffentlichen, außer wenn zivile Infrastruktur betroffen ist.

Auch in Teilen von Dnjepropetrowsk und Saporoschje, die noch unter ukrainischer Kontrolle stehen, sowie in den Gebieten Sumy und Charkow wurden mehrere Explosionen gemeldet.

Später am Dienstag teilte das russische Verteidigungsministerium mit, dass der Angriff Anlagen der Rüstungsindustrie, Treibstoff- und Transportinfrastruktur der ukrainischen Streitkräfte sowie Militärflugplätze im ganzen Land zum Ziel hatte.

Dabei seien land- und seegestützte Präzisionswaffen, darunter Hyperschallraketen und Drohnen, eingesetzt worden. Laut ukrainischen Angaben hat Russland bei dem Luftangriff insgesamt 729 Drohnen und Raketen eingesetzt, darunter das ballistische Kurzstrecken-System Iskander-M.

Moskau hatte zuvor "systematische und konsequente Angriffe" auf Militäreinrichtungen, Drohnenfabriken, Kommandozentralen und Entscheidungszentren in Kiew angekündigt, als Vergeltung für den tödlichen Terroranschlag in der russischen Volksrepublik Lugansk am 22. Mai.

Bei dem ukrainischen Angriff auf das Studentenwohnheim in Starobelsk, der in mehreren Wellen spät in der Nacht verübt worden war, während die Bewohner geschlafen hatten, waren 21 Menschen ums Leben gekommen, hauptsächlich Mädchen im Teenageralter.

Mit dem Massaker von Starobelsk habe die Kiewer Führung beschlossen, ein neues Kapitel ihrer Verbrechensserie aufzuschlagen und dem Konflikt eine neue Dimension zu verleihen, sagte Wladimir Putin am Montag. Die Täter würden eine "wohlverdiente und unausweichliche Strafe" erhalten, kündigte der russische Präsident an.

Mehr zum Thema – Unerträgliche Szenen bei "Markus Lanz": ARD-Frau und Moderator verhöhnen die Opfer von Starobelsk