Das US-amerikanische Rüstungsunternehmen Anduril Industries hat eine neue Reihe von Abfangraketen namens Steelfin vorgestellt. Wie aus der auf der offiziellen Webseite von Anduril veröffentlichten Mitteilung hervorgeht, soll Steelfin einen Großteil der Fähigkeiten der Waffen traditioneller Rüstungskonzerne bieten, aber deutlich günstiger sein.
Steelfin ist für die Abwehr von Drohnen, Marschflugkörpern sowie ballistischen und Hyperschallwaffen vorgesehen. Wie es in der Mitteilung weiter heißt, lassen sich dank der modularen Bauweise mehrere Komponenten der Abfangrakete je nach Bedrohung austauschen, ohne dass eine neue Rakete entwickelt werden muss. Anduril führt weiter aus:
"Im Gegensatz zu herkömmlichen Raketen mit starren, unflexiblen Konstruktionen, die sich Veränderungen widersetzen, bietet Steelfin eine gemeinsame Abfangraketen-Architektur, aus der eine Familie von Abfangflugkörpern hervorgeht, die jeweils für einen bestimmten Einsatz konfiguriert werden können."
Dadurch können die Steelfin-Varianten dem Unternehmen zufolge auf derselben Produktionslinie gefertigt werden – mit denselben Werkzeugen, Fachkräften und Produktionsstätten. Zudem sollen die Raketen mit vorhandenen land- und seegestützten Startsystemen kompatibel sein, darunter die Patriot-Startvorrichtung M903A2 und das schiffsgestützte Mk-41-Vertikalstartsystem.
Laut Bloomberg strebt Anduril einen Preis von etwa einem Drittel der Kosten der Patriot-Abfangrakete PAC-3 MSE von Lockheed Martin an. Der Anduril-Präsident und Chefstratege Chris Brose erklärte, dass das Unternehmen bereits im Rahmen mehrerer Verträge mit verschiedenen Kunden arbeitet, nannte aber keine konkreten Programme.
Die Flugtests verschiedener Steelfin-Varianten sollen laut Reuters im kommenden Jahr beginnen. Ballistische Tests mit repräsentativen Flugkörpern hat das Unternehmen demzufolge bereits abgeschlossen. Der Großteil der Komponenten soll im Werk Arsenal-1 in Ohio gefertigt werden, die Serienproduktion in vollem Umfang soll Ende 2028 oder Anfang 2029 beginnen.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte zuvor den Anduril-Mitgründer Palmer Luckey, den Unternehmer Elon Musk sowie den früheren Sprecher des Repräsentantenhauses Newt Gingrich als Co-Leiter von Project Meridian eingesetzt. Die Initiative soll innerhalb von 120 Tagen untersuchen, wie sich die Kriegsführung und die dafür benötigten Waffensysteme künftig entwickeln könnten.
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