Der russische Präsident Wladimir Putin hat am 9. Mai während der Siegesparade auf dem Roten Platz in Moskau gesprochen. In der Rede anlässlich des 81. Jahrestages des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg äußerte sich das Staatsoberhaupt zuversichtlich, dass Russland sich auch in der militärischen Sonderoperation durchsetzt. Russische Soldaten stünden einer "aggressiven Streitmacht" gegenüber, die von der gesamten NATO bewaffnet und unterstützt werde. Der Schlüssel zum Erfolg liege in moralischer Stärke, Mut, Tapferkeit, Einigkeit und der Fähigkeit, alles zu ertragen und jede Herausforderung zu meistern. Putin betonte:
"Wir haben ein gemeinsames Ziel, und jeder leistet seinen persönlichen Beitrag zum Sieg. Er wird sowohl auf dem Schlachtfeld als auch im Hinterland geschmiedet. [...] Der Sieg war und wird immer unser sein."
Der Tag des Sieges sei ein heiliger Feiertag, den Russland mit Stolz und Liebe sowie im Bewusstsein der Pflicht feiere, die Interessen und die Zukunft des Vaterlandes zu schützen, führte Putin weiter aus. Es sei das sowjetische Volk gewesen, das den entscheidenden Beitrag zur Niederlage des Nationalsozialismus geleistet, sein Land und die ganze Welt gerettet und dem "totalen, gnadenlosen Bösen" ein Ende gesetzt habe. Die Sowjetunion habe jenen Staaten ihre Souveränität zurückgegeben, die vor Nazi-Deutschland kapituliert und sich zu "gehorsamen Komplizen seiner Verbrechen" entwickelt hätten.
Ferner hob Putin während einer Veranstaltung im Kreml hervor, dass Russland den Sieg "nie in seinen eigenen und fremden" teile. Moskau ehre den Beitrag aller Soldaten der Anti-Hitler-Koalition, der Widerstandskämpfer, der Partisanen und der Untergrundbewegung.
Putins Rede auf dem Roten Platz dauerte etwa acht Minuten. An der Siegesparade nahmen unter anderem der kasachische Präsident Qassym-Schomart Toqajew, der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko und der slowakische Ministerpräsident Robert Fico teil.
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