Liveticker Ukraine-Krieg – Melania Trump: Feuerpause in Aljoschki gilt auch außerhalb der Stadt

27.10.2026 20:14 Uhr
20:14 Uhr
Kreml garantiert Selenskijs Sicherheit bei möglichem Besuch in Moskau
Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij kann auf Wunsch zu Verhandlungen nach Moskau kommen. Ihm werden hier alle Bedingungen einschließlich Sicherheit garantiert. Das erklärte der russische Präsidentenberater, Juri Uschakow, dem Nachrichtenportal Westi nach einem Gespräch von Russlands Präsident Wladimir Putin mit Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre und Finnlands Präsident Alexander Stubb.
Laut Uschakow übermittelten Putins Gesprächspartner dem russischen Präsidenten das "aktive Interesse Wladimir Selenskijs, direkt mit ihm zu verhandeln". Im Gespräch sei aber betont worden, ein Kontakt auf Führungsebene zwischen der Ukraine und Russland habe nach Abschluss des Verhandlungsprozesses den größten Sinn, nämlich zur Unterzeichnung der Abschlussdokumente, so Uschakow weiter.
19:56 Uhr
Französischer Präsidentschaftskandidat nennt Ukraine eine Diktatur
Der Vorsitzende der Partei "Les Patriotes" (Die Patrioten) und Kandidat für das französische Präsidentenamt, Florian Philippot, hat die Ukraine als Diktatur bezeichnet. Damit reagierte er auf den Beschluss der Obersten Rada, das Kriegsrecht bis zum 29. Januar 2027 zu verlängern. Philippot schrieb auf X:
"Was für eine Schande! Und wir unterstützen, bewaffnen und finanzieren weiterhin diese niederträchtige DIKTATUR!"
Philippot forderte zudem ein Ende der Hilfe für Kiew. "Es reicht. Kein Euro mehr, keine Waffe mehr für die Ukraine!", schrieb er.
Lisez ça : quelle honte ! ⤵️ Et on continue de soutenir, armer et financer cette infâme DICTATURE ! ➡️ Ça suffit. Plus 1 euro, plus 1 arme pour l’Ukraine !
— Florian Philippot (@f_philippot) October 27, 202619:33 Uhr
Lawrow wirft europäischen Politikern "politischen Masochismus" vor
Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat europäische Politiker als politische Masochisten bezeichnet. Sie wollten alles opfern, damit die Ukraine Russland besiegen könnte, obwohl dieser Kurs ihren eigenen Ländern schade. Bei einem Treffen mit Chefredakteuren afrikanischer Medien erklärte Lawrow:
"Der Westen versucht, seine öffentliche Meinung auf der Position zu halten, dass man alles opfern muss: Gehälter, Arbeitsplätze, den Umfang medizinischer Leistungen und grundsätzlich soziale Leistungen, damit die Ukraine Russland besiegt. Das hat in letzter Zeit unter anderem Kanzler Merz erklärt […] Das sind solche Masochisten, wenn Sie so wollen, politische."
Lawrow kommentierte zudem das Telefonat von Präsident Wladimir Putin mit den Staats- und Regierungschefs von Norwegen und Finnland. Er sagte, die europäischen Länder versuchten zwar, sich in den Verhandlungsprozess zur Ukraine zu drängen, änderten ihren Ansatz bislang aber nicht.
19:15 Uhr
Ukraine setzt Angriffe auf Zivilisten in Russland fort: Verletzte in den Gebieten Brjansk und Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Angriffe auf Zivilisten in Russland fort: Die Gebiete Brjansk und Kursk stehen erneut unter Beschuss.
Wie der Gouverneur des Gebiets Brjansk, Jegor Kowaltschuk, mitteilt, habe ein 53-jähriger Mann im Bezirk Klimowo infolge des ukrainischen Angriffs mit einem Mehrfachraketenwerfer Verletzungen erlitten. Zudem habe eine ukrainische Drohne einen Bus angegriffen, wobei der Fahrer verwundet worden sei.
Auch im Gebiet Kursk gab es Verletzte. Nach Angaben von Gouverneur Alexander Chinstein habe eine ukrainische Drohne ein Dorf im Bezirk Belaja getroffen, ein 49-jähriger Mann sei verletzt worden. In Lgow sei noch ein Mann des Jahrgangs 1981 verletzt worden, als eine ukrainische Drohne einen Reifenservice getroffen habe.
18:56 Uhr
Bislang acht südkoreanische Diplomaten aus Ukraine abgezogen
Südkorea hat bislang acht Botschaftsmitarbeiter aus der Ukraine abgezogen, erklärt Außenminister Cho Hyun. Grund dafür war Kiews Entscheidung, Informationen über die Übergabe von nordkoreanischen Kriegsgefangenen an Seoul offenzulegen. Der Schritt war unvermeidlich, da die Ukraine die Angelegenheit nicht angemessen regeln konnte, fügt Cho hinzu.
18:34 Uhr
Melania Trump: Feuerpause in Aljoschki gilt auch außerhalb der Stadt
Die Feuerpause in Aljoschki im Gebiet Cherson wurde über die Stadtgrenzen hinaus ausgeweitet. Dies schreibt die First Lady der Vereinigten Staaten, Melania Trump, auf X. Damit solle der sichere Durchgang humanitärer Konvois gewährleistet werden. Der Chef des Generalstabs der Streitkräfte Russlands, Waleri Gerassimow, habe dies bestätigt, so Trump.
Zudem erklärt die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa, dass die Feuerpause bis 22:59 Uhr Moskauer Zeit am 1. November gelten soll.
18:17 Uhr
Behandlungsverweigerung für Russischsprachige in der Ukraine: Duma-Abgeordneter spricht von Rassismus
Die Weigerung von Ärzten in der Ukraine, russischsprachigen Patienten medizinische Hilfe zu leisten, sehe nach Rassismus in Reinform aus. Das erklärte der erste stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für internationale Angelegenheiten der russischen Staatsduma, Andrei Klimow. Dem russischen Nachrichtenportal Lenta.ru sagte Klimow:
"Wenn auf dem Gebiet eines Staates 100 Prozent der Bevölkerung Russisch versteht und spricht, dann sieht das natürlich wie Rassismus in Reinform aus. Mehr noch: Selbst aus Sicht der ukrainischen Gesetzgebung ist es übrigens eine Straftat, wenn ein medizinischer Mitarbeiter einem Menschen, der gesundheitlich in eine schwierige Lebenslage geraten ist, die medizinische Hilfe verweigert."
Zuvor hatte die ukrainische Sprachenbeauftragte Jelena Iwanowskaja gesagt, dass einige Ärzte in der Ukraine nicht bereit seien, russischsprachige Patienten zu behandeln.
17:54 Uhr
Von Schulen bis zur Arztpraxis: Wie der Sprachzwang in der Ukraine absurde Blüten treibt

Von "prognostischer Magie" bis zur Behandlungsverweigerung beim Arzt: Der Auftritt der ukrainischen Sprachbeauftragten Elena Iwanowska im "Ukrainischen Radio" offenbart die ganze Absurdität des aktuellen Sprachzwangs in der Ukraine.
Zunächst erklärt die Staatsbeamtin den Nutzen eines landesweiten Diktats mit magischen Gesetzen, die sie an der Universität lehrt. Anschließend wird im Studio darüber geklagt, dass Schulen in Charkiw Deutschunterricht auf Russisch anbieten.
Besonders brisant wird es am Ende, als Iwanowska von Medizinern erzählt, die russischsprachige Patienten ablehnen und dies mit dem ukrainischen Sprachgesetz juristisch legitimieren.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
17:35 Uhr
Russland trifft Elektronikbetrieb im Gebiet Charkow und Frachter auf dem Weg nach Odessa
Die russischen Streitkräfte haben heute ihre Drohnenangriffe auf Rüstungsbetriebe, Hafeninfrastruktur und Schiffe fortgesetzt, die Militärgüter in die Ukraine liefern. Das teilte das russische Verteidigungsministerium auf Telegram mit.
Getroffen wurde demnach ein Elektronikbetrieb namens NTP Ukrspezswjas im Gebiet Charkow. Der Betrieb stellte Automatisierungssysteme und Kommunikationsmittel für die ukrainischen Streitkräfte her.
Zudem wurde auf See ein Frachter getroffen, der auf dem Weg in den Hafen von Odessa Güter für die ukrainischen Streitkräfte an Bord hatte.
17:14 Uhr
Britischer Analyst: Selenskij will keine Verhandlungen, sondern einen eingefrorenen Konflikt
Wladimir Selenskij, der ukrainische Staatschef, strebe an, den Konflikt entlang der Kontaktlinie einzufrieren, statt ihn zu beenden. Diese Einschätzung äußerte der britische Analyst Alexander Mercouris im YouTube-Kanal "The Duran". Mercouris sagte:
"Was Selenskij will, ist eigentlich überhaupt keine Verhandlung. Er will eine Waffenruhe. Er will eine Waffenruhe entlang der derzeitigen Konfliktlinie. Er will einen eingefrorenen Konflikt, in dem die Ukraine keine Verpflichtungen und keine Verantwortung übernimmt. Sie kann aufrüsten, der NATO beitreten, der EU beitreten, tun, was sie will, und sich vermutlich auf den nächsten Krieg vorbereiten. Etwas, das die Russen natürlich kategorisch abgelehnt haben."
Dem Experten zufolge stelle der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij bewusst Forderungen, die für Russland nicht annehmbar seien, und berufe sich dabei auf "rote Linien", um jegliche Friedensprozesse zu stören.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
