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Liveticker Ukraine-Krieg: Liste ukrainischer Gefangener gepostet, die Kiew nicht austauschen will

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Liste ukrainischer Gefangener gepostet, die Kiew nicht austauschen willQuelle: Sputnik © Pawel Lissizyn
  • 22.05.2024 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:54 Uhr

    Präsident Iohannis: Rumänien wird kein Militär in die Ukraine entsenden

    Rumäniens Staatschef Klaus Iohannis gab am Mittwoch bekannt, dass sein Land keine Truppen in die Ukraine schicken werde. Er betonte auch, dass es derzeit keine direkte militärische Bedrohung für Rumänien selbst gebe, obwohl das Verteidigungsministerium alle möglichen Szenarien in Betracht gezogen habe.

    Zuvor hatte der rumänische Armeechef, General Gheorghiță Vlad, davor gewarnt, dass die Gefahr einer Eskalation des Ukraine-Konflikts bestehe. In diesem Zusammenhang fragten Journalisten bei einem Briefing Iohannis, ob Bukarest darüber nachdenke, Soldaten zu entsenden, um den ukrainischen Streitkräften zu helfen. Hierbei führte der Staatschef aus:

    "Rumänien ist ein sicheres Land und Rumänen sollten keine Angst haben. Aber wir müssen immer auf unerwartete Ereignisse vorbereitet sein. Es besteht kein Grund zur Panik oder zur Annahme, dass Rumänien bedroht ist. Rumänien genießt die wichtigsten Sicherheitsgarantien. Es ist wichtig zu verstehen, dass wir nicht allein, sondern mit unseren Verbündeten zusammen sind."

  • 21:35 Uhr

    Gebiet Cherson: Gouverneur meldet Waldbrände durch ukrainischen Beschuss

    Das ukrainische Militär terrorisiert nicht nur die Zivilbevölkerung im Gebiet Cherson, sondern auch dessen Natur, schrieb der Gouverneur Wladimir Saldo auf Telegram. Fast täglich greifen ihm zufolge Kiews Kämpfer gezielt Waldgebiete an, "in der Hoffnung, am linken Dnjepr-Ufer nur eine verbrannte Wüste zu hinterlassen".

    Saldo sprach diesbezüglich von "feindlichen Terroranschlägen", wodurch es allein in den zurückliegenden 24 Stunden zu vier Waldbränden in zwei Bezirken gekommen sei. Demnach waren Wälder auf einer Fläche von 21,5 Hektar betroffen.

    Die Brände seien inzwischen von den Kräften des Katastrophenschutzministeriums und der lokalen Forstbehörden gelöscht worden, fügte der Beamte hinzu.

  • 21:12 Uhr

    Sechs Jungen sollen mit Verwandten in der Ukraine zusammengeführt werden

    Eine weitere Gruppe von Kindern, bestehend aus sechs Jungen, wird im Rahmen der Vermittlungsmission von Katar mit ihren Verwandten in der Ukraine zusammengeführt, so die Beauftragte des russischen Präsidenten für die Rechte der Kinder, Maria Lwowa-Belowa. Sie erklärte:

    "Heute führen wir auf Anweisung des Präsidenten eine weitere Gruppe von Kindern, die sich in Russland aufhielten, mit ihren Eltern und anderen in der Ukraine lebenden Verwandten wieder zusammen. Es handelt sich um eine Gruppe von sechs Jungen im Alter von sechs bis 17 Jahren, darunter zwei Brüder, die alle in Russland bei Verwandten lebten und bald in die Ukraine zurückkehren werden."

    Die Ombudsfrau stellte fest, dass eine der Mütter und eine Betreuerin nach Moskau gereist waren, um die Kinder abzuholen. Lwowa-Belowa fügte hinzu:

    "Die Wiedervereinigung fand mit unserer Hilfe und der Vermittlungsmission des Staates Katar statt. Diesem Ereignis ging eine Menge Arbeit aller am Verhandlungsprozess Beteiligten, Diplomaten, Mitarbeiter der katarischen Botschaft in Russland, des Büros des Präsidialbeauftragten für Kinderrechte, spezialisierter Agenturen, regionaler Kinderombudsmänner und der ukrainischen Seite, voraus."

  • 20:46 Uhr

    Volksrepublik Donezk erneut unter Beschuss: Kiews Truppen setzen ATACMS-Rakete ein – mehrere Verletzte

    Sechs Zivilisten wurden am Mittwoch in der Ortschaft Mospino in der Regionalhauptstadt Donezk durch ukrainischen Beschuss verletzt. Dies teilte DVR-Chef Denis Puschilin auf Telegram mit.

    Wie es heißt, kam bei dem Angriff ein Mehrfachraketenwerfer vom Typ HIMARS zum Einsatz. Damit sollen ukrainische Einheiten erstmals eine ATACMS-Rakete mit Streumunition auf Mospino abgefeuert haben. Laut Puschilin erlitten dabei sechs Zivilisten – vier Männer und zwei Frauen – Verletzungen unterschiedlicher Schwere.

    Das ukrainische Militär attackierte auch weitere Siedlungen in der DVR, hieß es weiter. Dabei seien Artilleriegeschütze verschiedener Typen sowie Kampfdrohnen zum Einsatz gekommen. Puschilin meldete in diesem Zusammenhang drei weitere Verletzte. Außerdem soll es in 24 Privathaushalten zu Schäden gekommen sein.  

  • 20:23 Uhr

    Rada-Sprecher bezeichnet jene, die Selenskijs Legitimität anzweifeln, als Feinde der Ukraine

    Der Sprecher der ukrainischen Werchowna Rada, Ruslan Stefantschuk, hat all diejenigen, die die Legitimität von Wladimir Selenskij in Frage stellen, als Feinde des Landes und "politische Nissen" bezeichnet. Er behauptet:

    "Alle Personen, die heute, während der Dauer des Kriegsrechts, die Legitimität des Präsidenten der Ukraine in Frage stellen, sind Feinde der Ukraine. … Ich möchte auf keinen Fall, dass politische Nissen an der Frage der Legitimität der Macht in der Ukraine rütteln."

    Ein Ausschnitt seiner Rede in der Rada wurde von der ukrainischen Nachrichtenagentur Strana veröffentlicht.

  • 19:55 Uhr

    LVR: Ukrainischer Soldat wegen Mord an einem Zivilisten vor Gericht

    Die Staatsanwaltschaft der Volksrepublik Lugansk bestätigte die Anklage im Strafverfahren gegen Miron Solonjuk, einen Soldaten der ukrainischen Streitkräfte. Dies teilte eine Sprecherin der Behörde im Gespräch mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit.

    Dem Armeeangehörigen wird unter anderem "Mord durch eine organisierte Gruppe, motiviert durch politischen, ideologischen Hass", vorgeworfen.

    Den Ermittlern zufolge soll Solonjuk im März 2022 in der Stadt Popasnaja im Einsatz gewesen sein. Von seinem Kommandeur habe er den Befehl erhalten, Zivilisten zu töten, die nahe der ukrainischen Stellung unterwegs seien. Der Soldat soll mit einem Maschinengewehr auf einen unbewaffneten Mann geschossen haben. Dieser sei an den Folgen seiner Verletzungen ums Leben gekommen.

    Die Strafakte wurde für die Verhandlung an das Oberste Gericht der Volksrepublik Lugansk weitergeleitet. 

  • 19:37 Uhr

    Russische Streitkräfte befreien Kleschtschejewka in Donezker Volksrepublik

    Russlands Militär hat die Siedlung Kleschtschejewka in der Volksrepublik Donezk befreit, so das russische Verteidigungsministerium in einem Frontbericht zur Lage der Sonderoperation in der Ukraine.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 19:27 Uhr

    Bewohner des teilweise eingenommenen Gebiets Charkow erhalten demnächst russische Dokumente

    Den Bewohnern der befreiten Siedlungen im Norden des Gebiets Charkow sollen russische Dokumente ausgestellt werden. Dies kündigte der Leiter der russischen Verwaltung des Gebiets, Witali Gantschew, auf einer Pressekonferenz an.

    Er erinnerte daran, dass auch die Menschen im Donbass Pässe der DVR und der LVR erhalten haben und diese dann gegen russische Pässe eintauschen konnten oder sofort die Staatsbürgerschaft erhielten. Gantschew betonte, dass all dies auf höchster staatlicher Ebene vereinbart worden sei. Der Beamte weiter:

    "Aufgrund dieser Erfahrung haben wir beschlossen, dass wir den Menschen, die die russische Staatsbürgerschaft annehmen wollen, sofort einen russischen Pass ausstellen werden."

    Der Verwaltungschef fügte hinzu, dass dem befreiten Gebiet das Auto-Kennzeichen 188 zugeteilt worden sei.

  • 19:08 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Die Einheiten des Truppenverbands Nord sind in den vergangenen 24 Stunden weiter gegen die feindlichen Stellungen vorgedrungen, berichtet das russische Verteidigungsministerium.

    Die Verluste der ukrainischen Streitkräfte beliefen sich auf bis zu 255 Militärangehörige und sieben Fahrzeuge. Die ukrainischen Truppen hätten einen 122-Millimeter-Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad, eine 152-Millimeter-Selbstfahrlafette vom Typ Akazija, eine 155-Millimeter-Haubitze vom Typ M777 aus US-Produktion, ein 105-Millimeter-Geschütz vom Typ M119 aus US-Produktion, ein 100-Millimeter-Panzerabwehrgeschütz vom Typ Rapira und zwei Radarsysteme vom Typ AN/TPQ-50-Radar aus US-Produktion verloren.

    Auch die Einheiten des Truppenverbands West hätten günstigere Stellungen eingenommen. Die ukrainische Armee habe bis zu 130 Soldaten und zwei Fahrzeuge verloren. Infolgedessen seien im Laufe des Tages eine selbstfahrende 155-Millimeter-Artillerieeinheit vom Typ Krab aus polnischer Produktion, eine 155-Millimeter-Haubitze des Typs FH-70 aus britischer Produktion und zwei 155-Millimeter-Haubitzen vom Typ М-198 aus US-Produktion zerstört oder getroffen worden.

    Der Truppenverband Süd habe ebenfalls die Einnahme günstigerer Positionen gemeldet. Die Verluste der ukrainischen Einheiten beliefen sich auf insgesamt 365 Militärangehörige, zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, 18 Fahrzeuge, eine 152-Millimeter-Haubitze D-20, eine 105-Millimeter-Haubitze des Typs М119 aus US-Produktion und eine 105-Millimeter-Haubitze vom Typ L-119 aus britischer Produktion.

    Auch die russischen Streitkräfte des Truppenverbands Mitte hätten ihre taktische Position verbessert. Die ukrainische Armee habe bis zu 55 Militärangehörige, drei gepanzerte Kampffahrzeuge, darunter einen Marder-Schützenpanzer aus deutscher Produktion, drei Fahrzeuge, eine 122-Millimeter-Haubitze vom Typ D-30 und zwei 105-Millimeter-Haubitzen des Typs М119 aus US-Produktion verloren.

    Auch die Einheiten des Truppenverbands Ost hätten günstigere Stellungen eingenommen. Die Verluste der ukrainischen Armee beliefen sich auf bis zu 125 Militärangehörige, zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, sechs Fahrzeuge, eine selbstfahrende 155-Millimeter-Artillerieeinheit vom Typ Krab aus polnischer Produktion, eine 155-Millimeter-Haubitze des Typs FH-70 aus britischer Produktion, eine selbstfahrende 152-Millimeter-Artilleriewaffe vom Typ Akazija und eine selbstfahrende 122-Millimeter-Panzerhaubitze Gwosdika.

    Infolge der Handlungen der Einheiten des Truppenverbands Dnjepr habe die ukrainische Armee bis zu 35 Militärangehörige, sieben Fahrzeuge, zwei 155-Millimeter-Haubitzen vom Typ М777 aus US-Produktion, eine 152-Millimeter-Haubitze vom Typ Msta-B sowie eine 152-Millimeter-Haubitze vom Typ D-20 verloren.

    Russische Luftfahrzeuge, Drohnen, Raketentruppen und die Artillerie hätten im Laufe des Tages zwei Munitionslager der ukrainischen Streitkräfte zerstört.

    Die russischen Luftabwehrkräfte hätten 34 unbemannte Luftfahrzeuge, zwei gelenkte Bomben vom Typ Hammer aus Frankreich und eine US-amerikanische Rakete vom Typ HIMARS getroffen.

    Seit Beginn der militärischen Sonderoperation seien insgesamt 601 Flugzeuge, 274 Hubschrauber, 24.498 unbemannte Luftfahrzeuge, 523 Flugabwehrraketensysteme, 16.121 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.307 Mehrfachraketenwerfer, 9.740 Feldartilleriegeschütze und Mörser sowie 21.915 Einheiten militärischer Sonderfahrzeuge zerstört worden.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.