International

Steigende Weizenpreise durch den Ukraine-Krieg – Folgen erreichen die Weltmärkte

Die Getreidepreise geraten durch die zunehmenden Spannungen im Schwarzen Meer erneut unter Druck: Angriffe auf russische Exportterminals bremsen die Ausfuhren und schüren Sorgen um die globale Versorgung. Gleichzeitig belasten Hitze und Trockenheit die Ernteaussichten in den USA – mit möglichen Folgen für Weizen und Mais.
Steigende Weizenpreise durch den Ukraine-Krieg – Folgen erreichen die Weltmärkte

Die jüngste Spannungen zwischen Russland und der Ukraine haben die Getreidepreise deutlich steigen lassen – insbesondere den Weizenpreis. Zuvor hatten die Kurse noch von der Hoffnung auf einen möglichen Waffenstillstand profitiert. Das berichtet Agrar heute

Probleme gibt es zudem bei der Vermarktung der Ernte aus Südrussland. Wegen der angespannten Lage und logistischer Einschränkungen in den Häfen dürfte ein Teil der erwarteten Exportmengen nur schwer auf den Weltmarkt gelangen. Die Ukraine kämpft ebenfalls mit ähnlichen Problemen beim Hafenbetrieb.

Für zusätzliche Unsicherheit sorgten Berichte über einen möglichen Vorschlag Kiews für einen begrenzten Waffenstillstand, den Moskau umgehend dementierte. Damit schwanden die Hoffnungen auf eine Entspannung im Schwarzen Meer. Gleichzeitig nahmen die ukrainischen Drohnenangriffe zuletzt zu und sorgten für weitere Störungen russischer Handels- und Exportwege.

Die Getreideexporte haben sich aus Russland und der Ukraine seit Anfang August deutlich verlangsamt. Auch der Betrieb an russischen Getreideterminals ist infolge der jüngsten Angriffe der Ukraine spürbar beeinträchtigt: Ukrainische Drohnen haben vergangene Woche drei der größten russischen Getreideterminals angegriffen. Eines davon, der Hafen von Noworossijsk, wickelt bis zu ein Drittel der russischen Getreideexporte ab. Durch die Angriffe wurden dort nach Angaben aus der Branche rund fünf Millionen Tonnen Umschlagkapazität vorübergehend vom Weltmarkt genommen.

Die ukrainischen Getreideexporte sind zudem in den ersten beiden Augustwochen laut Landwirtschaftsministerium um 76 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen.

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) senkte deshalb seine Prognosen für die Ausfuhren beider Länder. Für das Wirtschaftsjahr 2026/27 rechnet die Behörde mit russischen Weizenexporten von 46 Millionen Tonnen und ukrainischen Exporten von 13,5 Millionen Tonnen.

Zusätzlichen Auftrieb erhielten die Getreidepreise durch die schlechteren Wachstumsbedingungen in den südlichen Great Plains der USA. Die anhaltende Trockenheit schürt dort vor der Aussaat Sorgen über die Winterweizenernte 2027 und könnte die globale Versorgungslage weiter verschärfen.

Trotz kurzfristiger Rückgänge bleiben die Getreidepreise auf einem hohen Niveau. An der Euronext gab der Weizenpreis am Montag leicht nach, während in Hamburg für Weizen bis zu 239 Euro je Tonne und für Futtergerste bis zu 213 Euro geboten wurden.

Auch die Maispreise stiegen weiter. In Frankreich verschlechterte sich die Bewertung der Maisbestände deutlich, während starke Regenfälle in Argentinien die Ernte verzögern. In Teilen des Mittleren Westens der USA belasten zudem Hitze und Trockenheit die Ernteaussichten.

Mehr zum Thema – Warmer Herbst bedroht Weizenernte in Russland

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.