Russland

Duma-Wahl in Russland: Cyberangriffe auf Wahlsystem nehmen zu

Die Duma-Wahl in Russland wird in diesem Jahr erneut von Cyberangriffen begleitet. Nach Angaben der Vorsitzenden der Zentralen Wahlkommission haben sowohl die Zahl als auch die Qualität der Angriffe im Vergleich zur Präsidentschaftswahl 2024 zugenommen.
Duma-Wahl in Russland: Cyberangriffe auf Wahlsystem nehmen zuQuelle: Sputnik © Kristina Solowjowa

Die Intensität der Cyberangriffe auf das russische Wahlsystem hat 2026 die Werte der Präsidentschaftswahl 2024 übertroffen. Dies erklärte die Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission (ZIK), Ella Pamfilowa, im Informationszentrum der Kommission. Pamfilowa sagte:

"Wir stellen jetzt fest, dass es noch mehr Angriffe gibt, ihre Intensität hat zugenommen, die Qualität der Bedrohungen hat zugenommen. Aber wir wehren sie ab, wir haben gelernt, damit umzugehen."

Ihren Angaben zufolge war das Wahlsystem während der Präsidentschaftswahl 2024 mehr als 1,2 Millionen Mal angegriffen worden, davon entfielen 460.000 Angriffe auf das System der Fernabstimmung (DEG). Pamfilowa fügte hinzu, das staatliche automatisierte System Wybory (zu Deutsch: die Wahlen) arbeite unabhängig vom Internet und sei ihrer Einschätzung nach daher für solche Angriffe nicht zugänglich.

Zuvor hatte Pamfilowa Berichte über einen angeblichen Hackerangriff auf das System Wybory und ein angebliches Datenleck als Provokation bezeichnet. Ihren Angaben zufolge seien Mitgliedern der Wahlkommissionen Nachrichten über eine Kompromittierung des Systems zugesandt worden, obwohl das System selbst autonom und geschützt sei.

Am Tag des Wahlbeginns hatte auch die Vorsitzende der Moskauer Wahlkommission, Olga Kirillowa, erklärt, die Angriffe auf das Moskauer Fernabstimmung-System seien schwerwiegender geworden als zuvor. Fachleute würden sie rund um die Uhr abwehren.

Die Wahlen zur Staatsduma haben am Freitag, den 18. September, begonnen und dauern noch bis Sonntag, den 20. September. Erstmals beteiligen sich daran auch die Bewohner der neuen russischen Regionen – der Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie der Gebiete Saporoschje und Cherson. Insgesamt sind 111.037.047 Wahlberechtigte registriert, darunter 1.816.504 im Ausland; für sie wurden 333 Wahllokale in 152 Ländern geöffnet. Zeitgleich mit der Duma-Wahl finden in elf Föderationssubjekten auch Gouverneurswahlen statt, und in 39 Regionen werden zudem die lokalen Parlamente neu gewählt.

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