Russland

Peskow: Drohnenangriff auf Moskau während Russland-Afrika-Gipfel "sehr seltsam"

Während in Moskau der Russland-Afrika-Gipfel mit Vertretern aus 48 afrikanischen Staaten stattfindet, fliegen Hunderte Drohnen in Richtung der russischen Hauptstadt. Kremlsprecher Dmitri Peskow bezeichnete den Angriff als "sehr seltsam".
Peskow: Drohnenangriff auf Moskau während Russland-Afrika-Gipfel "sehr seltsam"Quelle: Sputnik © RIA Nowosti

Der Versuch der ukrainischen Streitkräfte, Moskau während des Russland-Afrika-Gipfels massiv mit Drohnen anzugreifen, sei seltsam. Dies erklärte der Kremlsprecher Dmitri Peskow gegenüber dem Sender Westi. Zugleich hob er die effektive Arbeit der russischen Luftabwehr hervor.

"Das ist sehr seltsam, denn es handelt sich um ein Ereignis von weltweiter Bedeutung, das in der Hauptstadt Russlands stattfindet. Natürlich ist es seltsam, zu diesem Zeitpunkt einen derart massiven Drohnenangriff auf Moskau zu organisieren."

Der Kremlsprecher erklärte zudem, die Angriffe zeigten erneut, wie notwendig die Fortsetzung der Sonderoperation sei, um Russland vor solchen Bedrohungen zu schützen.

Mehr als 1.200 Drohnen über russischen Regionen abgefangen

Der Angriff dauerte vom 28. Oktober um 20:30 Uhr bis zum 29. Oktober um 7:00 Uhr. In diesem Zeitraum wurden 613 Drohnen in Richtung des Gebiets Moskau registriert. Die meisten davon konnten bereits in größerer Entfernung zur Hauptstadt zerstört werden. Weitere 231 Drohnen wurden beim Anflug abgefangen.

Der Angriff gehörte zu den umfangreichsten seit Beginn des Jahres 2026. Insgesamt holten die russischen Luftabwehrkräfte in der Nacht zum Donnerstag über Russlands Regionen 1.214 ukrainische Drohnen vom Himmel.

Am 26. Oktober hatte der russische Inlandsgeheimdienst FSB zudem zwei mutmaßliche Agenten ukrainischer Geheimdienste festgenommen. Sie sollen Angriffe auf die Raketenabwehr der Hauptstadt vorbereitet haben.

Russland-Afrika-Gipfel in Moskau

Der dritte Russland-Afrika-Gipfel sowie das Wirtschafts- und Humanitärforum finden am 28. und 29. Oktober in Moskau statt. Vertreter aus 48 afrikanischen Staaten nehmen daran teil, darunter 22 Delegationen auf höchster Ebene. Bei der Plenarsitzung am 28. Oktober sprach der russische Präsident Wladimir Putin über den Ausbau der Handelsbeziehungen mit den afrikanischen Staaten und die Perspektiven der Zusammenarbeit.

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