Liveticker Iran-Krieg: Ölpreis wieder über 100 US-Dollar – Dax gibt Gewinne ab

4.05.2026 17:10 Uhr
17:10 Uhr
Israel droht sechs weiteren libanesischen Ortschaften mit Zwangsräumung
Das israelische Militär hat angekündigt, Angriffe auf die libanesischen Ortschaften Nabatieh al-Fawqa, Mayfadoun, Qalaouiyeh, Burj Qalaouiyeh, al-Majadel und Srifa durchzuführen, und deren Bewohner aufgefordert, diese unverzüglich zu verlassen.
In einer Erklärung forderte der Sprecher der israelischen Armee alle Bewohner dieser Dörfer auf, sich in offene Gebiete zu begeben, die mindestens 1.000 Meter entfernt sind.
Der libanesische Ministerpräsident Salam erklärte kurz zuvor, dass das auch von Washington forcierte Waffenstillstandsabkommen noch nicht vollständig umgesetzt worden sei, da die Kämpfe zwischen der Hisbollah und Israel im Süden des Landes weitergehen.
16:40 Uhr
Explosion und Brand auf südkoreanischem Schiff in der Straße von Hormus
Ein Sprecher der südkoreanischen Reederei HMM teilte Reuters mit, dass im Maschinenraum eines Massengutfrachters am Montag ein Brand gemeldet wurde und die Ursache derzeit untersucht wird.
Auch das südkoreanische Außenministerium berichtete von einer Explosion und einem Brand auf dem Schiff, auf dem sich zum Zeitpunkt des Vorfalls 24 Besatzungsmitglieder befanden – 18 Ausländer und sechs Südkoreaner.16:00 Uhr
US-Finanzminister fordert China auf, Iran zur Öffnung der Meerenge zu drängen
US-Finanzminister Scott Bessent erklärt, die USA würden beobachten, ob China diplomatische Bemühungen unternimmt, um Iran zur Öffnung der Straße von Hormus zu drängen.
15:05 Uhr
Ölpreis wieder über 100 US-Dollar – Dax gibt Gewinne ab
Die Ölpreise haben am Montag deutlich zugelegt und Verluste der Vorwoche teilweise wettgemacht. Brent stieg um 1,1 Prozent auf 109,39 US-Dollar je Barrel, die US-Sorte WTI legte um ein Prozent auf 102,94 US-Dollar zu, berichtet Reuters. Am Freitag hatten beide Sorten noch mehrere Dollar verloren.
Der deutsche Leitindex DAX, der zunächst freundlich in den neuen Börsenmonat Mai gestartet war, drehte zeitweise deutlich ins Minus. Am Nachmittag stand noch ein moderater Verlust von 0,10 Prozent auf 24.268 Punkte zu Buche.
Händler sahen den wichtigsten Grund in der weiter angespannten Lage im Golf. Ein greifbares Abkommen zwischen den USA und Iran war nicht in Sicht, während die Risiken für den Transport von Öl aus der Region zunahmen.
Iranische Nachrichtenagenturen mit Verbindung zu den Revolutionsgarden des Landes hatten darüber hinaus am Montag zunächst über einen Raketenangriff auf ein US-Kriegsschiff berichtet. Die USA dementierten allerdings kurz danach, dass ein US-Schiff getroffen worden sei.
Iran hatte nach der Verkündung des Beginns einer neuen US-Initiative, die die für den globalen Öltransport so wichtige Meerenge von Hormus für die Schifffahrt freimachen soll, mehrere Warnungen ausgesprochen. Schiffe, die ohne Absprache mit Iran die Straße von Hormus befahren, könnten angegriffen werden, hieß es.
13:40 Uhr
US-Beamter bezeichnet iranischen Bericht über Schiffsangriff als "erfunden"
Ein US-Beamter erklärt gegenüber Al Jazeera, die Behauptung Irans, ein Schiff der US-Marine mit zwei Raketen getroffen zu haben, sei unwahr.
"Die iranische Revolutionsgarde hat einen Bericht über einen Angriff auf ein Schiff der US-Marine erfunden, und dieser Bericht ist falsch", sagte der Beamte.
13:05 Uhr
Zwei Raketen treffen angeblich US-Kriegsschiff in der Straße von Hormus
Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet unter Berufung auf lokale Quellen, dass zwei Raketen ein Schiff der US-Marine in der Nähe von Jask getroffen haben, nachdem dieses Warnungen der Revolutionsgarde, anzuhalten, ignoriert hatte.
Der gemeldete Angriff erfolgt, nachdem Präsident Trump angekündigt hatte, die USA würden am Montag das "Projekt Freiheit" starten, um gestrandete Schiffe aus der Straße von Hormus zu "leiten".
12:02 Uhr
Seefahrtsbehörde zitiert "US-Bedingungen für eine geordnete Durchfahrt" in der Straße von Hormus
Das US-Kriegsministerium startete laut Anordnung von US-Präsident Donald Trump zu Wochenbeginn das sogenannte "Projekt Freedom", umgesetzt durch Marineeinheiten, die laut Vorstellungen Washingtons "bei der Befreiung" festgesetzter Handelsschiffe in der Straße von Hormus bei der Durchfahrt "helfen sollen".
Die britische Behörde für Seeverkehrssicherheit (UKMTO) zitiert parallel in einer aktuellen Mitteilung die übermittelten "US-Bedingungen für eine geordnete Durchfahrt" in der Region. Demnach ist seitens des Pentagons ein neuer "US-Sicherheitskorridor" geplant, der betroffene Schiffe anweist, südlich der bisherigen Fahrrinnen, näher an der Küste Omans, zu fahren. Dazu heißt es in der Mitteilung in drei Punkten:
- Details: Die USA haben eine erweiterte Sicherheitszone eingerichtet, um die Durchfahrt durch die Straße von Hormus südlich des Verkehrstrennungsgebiets zu unterstützen.
- Position/Gebiet: südlich der Verkehrstrennungszone in der Straße von Hormus
- Maßnahme: Schiffe, die die Straße von Hormus durchfahren möchten, sollten eine Route durch die Hoheitsgewässer Omans südlich der Verkehrstrennungszone in Betracht ziehen. Aufgrund des zu erwartenden Verkehrsaufkommens wird die Abstimmung mit den omanischen Behörden über UKW-Kanal 16 empfohlen, um die Sicherheit der Schifffahrt zu gewährleisten
11:54 Uhr
Iranische Besatzungsmitglieder eines US-gekaperten Frachtschiffs nach Pakistan ausgeflogen
Laut Angaben des pakistanischen Außenministeriums wurden die Besatzungsmitglieder eines iranischen Frachtschiffs, das im Vormonat von US-Marinekräften aufgebracht und gekapert wurde, nachdem es zuvor versucht hatte, die US-Militärblockade zu durchbrechen (RT DE berichtete), nach Pakistan ausgeflogen.
Der amtierende Außenminister Pakistans erklärte am Montagvormittag dazu auf X:
"Wir freuen uns, bekannt geben zu können, dass 22 Besatzungsmitglieder des beschlagnahmten iranischen Containerschiffs 'MV Touska' sicher nach Pakistan evakuiert wurden. Die Personen wurden gestern Abend sicher nach Pakistan geflogen und werden heute nach Iran überführt. Das iranische Schiff wird zudem in pakistanische Hoheitsgewässer zurückgebracht, um nach den notwendigen Reparaturen an seine ursprünglichen Eigner zurückgegeben zu werden."
Pleased to announce that twenty-two crew members from the seized Iranian container vessel, “MV Touska”, have been safely evacuated to Pakistan.The individuals were safely flown in Pakistan last night and will be transferred to Iran today. The Iranian ship is also being…
— Ishaq Dar (@MIshaqDar50) May 4, 2026Die Umsetzung erfolgte laut dem Außenminister koordiniert "mit Unterstützung sowohl der iranischen als auch der US-amerikanischen Behörden" und soll damit "eine wichtige vertrauensbildende Maßnahme darstellen".
11:21 Uhr
OPEC+-Mitgliedsstaaten kündigen "moderate Produktionssteigerung für Marktstabilität" an
Sieben Länder der sogenannten "OPEC+-Gruppe" ölfördernder Länder, darunter auch Russland, haben am Wochenende bekannt gegeben, dass sie sich im Rahmen ihres Engagements für "Marktstabilität" auf eine "moderate Produktionssteigerung" ab Juni geeinigt hätten. Es handelt sich damit um die dritte monatliche Erhöhung in Folge, wie der Verbund am Sonntag mitteilte.
Die Zusage der sieben Länder, zu denen auch Saudi-Arabien, Algerien, Irak, Kasachstan, Kuwait und Oman gehören, die Produktion "um 188.000 Barrel pro Tag zu erhöhen", erfolgte im Anschluss an ein virtuelles Treffen, das am Sonntag laut Agenturmeldungen abgehalten worden war. Das Meeting fand nach dem überraschenden Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus der OPEC-Gruppe statt.
Iran ist eines der zwölf ständigen Mitgliedsländer der OPEC, Russland demgegenüber nicht, arbeitet jedoch im Rahmen der OPEC+-Gruppe mit dem in Wien ansässigen Ölproduzentenverband zusammen.
Die sieben Länder kündigten zudem an, monatliche Treffen abzuhalten, "um die Marktbedingungen, die Einhaltung der Vereinbarungen und die Ausgleichszahlungen zu überprüfen". Die nächsten Konsultationen seien für den 7. Juni vorgesehen.10:50 Uhr
Iranisches Konsulat in Indien kontert im "Uno-Kartenspiel"
Das Social-Media-Team des Weißen Hauses präsentiert am Montag in den sozialen Medien die demnach andauernde Wahrnehmung von US-Präsident Donald Trump, laut der er auch weiterhin im andauernden Kriegskonflikt "alle Trümpfe" in der Hand habe. Unkommentiert wird der Präsident dabei mit UNO-Karten abgebildet.
Das iranische Konsulat in Indien kontert nun am frühen Vormittag im laufenden "UNO-Kartenspiel", um unter Abbildung von Spielkarten des IRGC-Armeesprechers zu kommentieren:
"Ja, wir haben weniger Karten."
Yes, we have less cards 😎 https://t.co/OZdIoz6gcupic.twitter.com/RzSJF30trd
— Iran In Hyderabad (@IraninHyderabad) May 4, 2026
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